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Nachhaltiger Konsum

  

Ziel 11: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen

 

Die Urbanisierung schreitet schnell voran, denn bereits heute leben über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Das Leben in Städten kann allerdings negative Folgen mit sich bringen: Erhöhte Lärmbelastung und Energiebedarf, enorme Mengen an Müll und Abwässern auf vergleichsweise geringer Fläche und Luftverschmutzung haben Einfluss auf die Gesundheit des Menschen, die Tiere und die Umwelt.

Quelle: Vereinte Nationen (2018): Ziele für nachhaltige Entwicklung Bericht 2018.

 

Im Jahr 2016 lebten 91 Prozent der Stadtbevölkerung in Städten, in denen die Luft nicht den Qualitätsanforderungen der Weltgesundheitsorganisation entsprach. Das schnelle Fortschreiten der Urbanisierung stellt vor allem Länder des Globalen Südens vor Herausforderungen. 883 Millionen Menschen leben in Slums und viele Städte besitzen kein Abwasser- oder Müllentsorgungssystem.

  

Ziel 12: Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen

 

Unsere Gesellschaft muss einen Wandel in der Wirtschafts-, Konsum- und Lebensweise vollziehen, um die natürlichen Grenzen des Planeten nicht zu überschreiten. Würden wir so wie bisher weiterleben, bräuchten wir bis zum Jahr 2030 zwei komplette Planeten, um unseren Bedarf zu decken. Internationale Regelungen in den Bereichen Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz hätten nicht nur einen positiven Einfluss auf die Umwelt, sondern auch auf die Menschen entlang ausbeuterischer Produktions- und Lieferketten, die häufig in Ländern des Globalen Südens leben.

 

Nachhaltige Städte und nachhaltiger Konsum in Deutschland

 

Die Urbanisierung macht auch vor Deutschland nicht halt. Die Menschen zieht es weg vom Land in die Städte.  Durch den Zustrom wird die Infrastruktur ausgebaut und in einigen Städten wachsen die bebauten Flächen und Wiesen- und Waldflächen müssen dem weichen. Während vielerorts, vor allem im Osten Deutschlands in Gemeinden die Häuser leer stehen, gibt es einen enormen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in den Ballungsgebieten. Der Raum ist allerdings knapp und die Preise werden in die Höhe getrieben. Laut Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. gab es 2018 1,2 Millionen wohnungslose Menschen in Deutschland. Viele junge Menschen stehen vor dem Problem, dass sie für ihre berufliche Ausbildung oder das Studium in eine andere Stadt ziehen müssen und sich auf dem überlaufenen Wohnungsmarkt ohne Kapital nicht positionieren können.

 

Die Folgen unserer Konsum- und Lebensweisen, wie der Klimawandel, sind nicht nur in den mit Stickoxiden belasteten deutschen Innenstädten spürbar- sie sind ein globales Phänomen. Sie wirken sich aber in besonderer Weise auf das Leben der Menschen im Globalen Süden aus. Die ersten Auswirkungen unseres Lebensstils wie zum Beispiel extreme Dürren oder der Anstieg des Meeresspiegels treten vermehr in armen Ländern auf, die sich schwer von den Katastrophen erholen können - Hungersnöte und Konflikte sind weitere Folgen.

 

Das kannst Du tun

 

Das Umdenken jedes Einzelnen ist für ein gleichberechtigtes globales Zusammenleben von enormer Bedeutung. Kritisches Reflektieren und das Ändern kleiner Gewohnheiten wie die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs oder des Fahrrads oder die Vermeidung von Plastiktüten beim Einkauf können auf Dauer einen Unterschied bewirken.

 

Du kannst beim Einkaufen zusätzlich auf Symbole oder Logos achten. Mit Hilfe von Symbolen kann man erkennen, ob etwas sozial und umweltfreundlich hergestellt wurde. An dem Fairtrade-Logo kannst Du zum Beispiel erkennen, dass die Menschen angemessen bezahlt werden. Eine Fairtrade-Banane oder Fairtrade-Kakao ist häufig nicht viel teurer als das konventionelle Produkt.

 

Anstatt neue Kleidung zu kaufen, solltest Du Dir auch vorher genau überlegen, ob Du sie wirklich brauchst oder nur haben möchtest. Gebrauchte Klamotten kannst Du auch auf dem Flohmarkt oder aus dem Second-Hand-Laden kaufen oder sie mit Deinen Freunden tauschen. So produzierst Du weniger Müll, konsumierst nachhaltig und machst anderen mit Deiner Kleidung vielleicht noch eine Freude.

Wenn Dir weitere Möglichkeiten einfallen, wie Du nachhaltig und verantwortungsvoll konsumieren kannst, dann reiche sie gerne bis zum 15. September beim Kinder- und Jugendwettbewerb des Landesjugendwerks der AWO NRW ein! Informationen dazu findest Du unter: https://jw-awo-wettbewerb.de/