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Gerechtigkeit

     

Ziel 5: Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen

 

Noch immer werden Frauen fast überall auf der Welt benachteiligt und in ihren Rechten eingeschränkt. Die Mehrheit der Menschen, die von Armut betroffen sind und der größte Teil aller Analphabeten*innen sind weiblich. Auch wenn sich die Zahlen in der letzten Dekade enorm verbessert haben, werden Mädchen vor allem im Globalen Süden noch immer im Kindesalter verheiratet oder Genitalverstümmelt. Doch körperliche und sexuelle Gewalt gegen Frauen ist ein weltweites Problem.

Quelle: Vereinte Nationen (2018): Ziele für nachhaltige Entwicklung Bericht 2018.

 

Ziel 10: Ungleichheit innerhalb von und zwischen Staaten verringern

 

Ungleichheit gilt als Hemmnis für Entwicklung, Wirtschaftswachstum und Armutsbekämpfung. Die ungleiche Verteilung von Besitz und Einkommen führt zu sozialen Spannungen in der Gesellschaft und gilt als eine der ausschlaggebendsten Fluchtursachen. Ungleichheit ist ebenso wie Armut multidimensional und hat neben Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation auch Effekte auf die Gesundheit, den Bildungsstand und die Lebensqualität der Menschen.

 

Die Anzahl der Milliardär*innen hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, während 3,8 Milliarden Menschen von weniger als 5,50 US-Dollar am Tag leben müssen. Positiv fällt hingegen auf, dass das Einkommen der ärmsten 40 Prozent eines Landes in zwei Dritteln der 90 befragten Staaten binnen sechs Jahren stärker gewachsen ist, als das der Gesamtbevölkerung. Dies ist ein Unterziel des  SDG 10, da eine Armutsreduzierung des ärmeren Teils der Bevölkerung für mehr innerstaatliche Einkommensgleichheit sorgt.

 

Ziel 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

Frieden und ein stabiles Rechtssystem sind Grundvoraussetzungen für nachhaltige Entwicklung. Noch immer leiden zu viele Menschen weltweit unter Kriegen und Gewalt sowie Menschenrechtsverletzungen wie Sklaverei, Verweigerung eines gerechten Gerichtsverfahrens und Menschenhandel.

 

 

Gerechtigkeit in Deutschland

 

Deutschland hat ein stabiles Rechtssystem, freie, demokratische Wahlen und leidet derzeit nicht unter kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Debatte über Gerechtigkeit und Gleichheit in Deutschland wird aus diesem Grund oft unter den Begriffen Verteilungs- und Chancenungleichheit geführt.

 

Verteilungsungleichheit liegt vor, wenn eine bestimmte Ressource (zum Beispiel das Einkommen) innerhalb der Bevölkerung ungleich verteilt ist. Mit Chancenungleichheit sind die ungleichen Möglichkeiten bestimmter Bevölkerungsgruppen (zum Beispiel Migrant*innen oder Frauen) gemeint. Die Chance, dass sich ein Kind oder Jugendlicher in Deutschland frei nach eigenen Wünschen entfalten kann, hängt immer noch von äußeren Faktoren wie dem Bildungsgrad der Eltern, dem Geschlecht und der Herkunft ab. In kaum einem anderen westlichen Land hängen Bildungsabschluss und die spätere berufliche Position so stark von der sozialen Herkunft ab wie in Deutschland.

 

Geschlechterungleichheit ist eine spezifische Art der Chancenungleichheit bei der Frauen aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt werden. Obwohl Mädchen und junge Frauen häufig bessere schulische und berufliche Qualifikationen als ihre männlichen Altersgenossen vorweisen, ist die Anzahl an Frauen in Führungspositionen, die Höhe ihres Gehalts und die allgemeine Frauenerwerbstätigkeit niedriger.

 

Das kannst Du machen

 

Ungerechtigkeiten, egal ob zwischen Mann und Frau, der Bevölkerung verschiedener Länder oder zwischen Kindern und Erwachsenen, dürfen nicht bestehen. Alle Menschen müssen daran arbeiten, die Welt gerechter zu gestalten. Du kannst das direkt umsetzen, indem Du Deine Mitmenschen gleichberechtigt behandelst und Menschen hilfst, die Unterstützung brauchen. Achte zum Beispiel darauf, dass nicht nur die Mädchen und Frauen in deiner Familie oder Klasse Aufräum- und Hausarbeiten erledigen. Das sind gemeinschaftliche Aufgaben, die sowohl von Jungs, als auch von Mädchen übernommen werden sollten. Reflektiere deine Denkmuster und breche alte Rollenmuster auf.

Das macht das Jugendwerk bereits

Soli-Preise für Freizeiten des Bezirksjugendwerks Ostwestfalen-Lippe

Die Ferienfreizeiten sind für alle Kinder und Jugendlichen offen und das Einkommen der Eltern sollte sie nicht von einer Reise abhalten. Aus diesem Grund hält das BJW OWL die Preise möglichst niedrig und versucht sie für alle Familien erschwinglich zu halten. Doch aufgrund steigender Kosten ist es immer schwieriger diesen Anspruch zu erfüllen und viele junge Menschen können sich den urlaub nicht mehr leisten. Da allerdings für einige Familien, die ein hohes Einkommen haben, die Reisen des BJW OWL vergleichsweise günstig sind und viele bereit wären höhere Preise zu zahlen, bietet das BJW OWL die Möglichkeit an einen Soli-Preis für Ferienfreizeiten zu zahlen. Das Geld fließt direkt in die Freizeiten und ermöglicht jungen Menschen die Teilnahme. Weitere Informatione gibt es unter: https://www.jugendwerk-owl.de/mach-mit/spenden-fairteilen-soli-preis/index.html

Fairteilen der Bezirksjugendwerke Ostwestfalen-Lippe und Niederrhein

Die beiden BJW möchten allen Kinder und Jugendlichen, unabhängig vom Einkommen der Eltern, die Teilnahem an Ausflügen, Freizeiten, Bildungsangeboten und Freizeitaktivitäten zu ermöglichen. Die Jugendwerke haben verschiedene Möglichkeiten entwickelt, damit Menschen spenden können und somit jungen Menschen die Teilnahme an verschiedenen Aktionen ermöglichen.